Der Stadtgottesdienst der Evangelischen Allianz Winterthur am Bettag vom 19.09.2019 stand ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums sowie dem Dienst am Nächsten. Rund 1200 Gottesdienstteilnehmer liessen sich in der Winterthurer «Reithalle» in das Erbe der Geschichte von Huldrych Zwingli mitnehmen, mit dem in der Zürcher Kirche die Diakonie mit der Abgabe von Brot und Suppe an die Armen gegründet wurde. Pfarrer Thomas Bänziger von der Stiftung Schleife beleuchtete die vier Säulen auf die Zwingli baute: Die Bibel, Jesus Christus, der Glaube und der Nächste. In der Geschichte vom barmherzigen Samariter nahm Christian Gfeller, Pastor der FEG, die Herausforderung auf, sich von der Not von Menschen berühren zu lassen. Mit Blick auf die Diakoniewerke – elf an der Zahl mit Diensten in Winterthur – bemerkte er: «Die Sozialwerke übernehmen nicht für uns die Arbeit Menschen zu dienen, sondern sie helfen uns. Wir selber müssen von Jesu Liebe berührt und angezündet sein. Und nicht die anderen sollen. Die anderen sind wir!» Verschiedene Leiter teilten ihren Traum einer neuen Reformation, dass viele Christen unserer Zeit aufstehen und ihr Herz für die Nöte von Menschen öffnen. «Warum nicht heute und mit unseren Gemeinden in Winterthur», stellte Thomas Bänziger die Frage in den Raum. In Kleingruppen beteten die Teilnehmer anschliessend und segneten einander für den Dienst am Nächsten. Der starke Input des Gottesdienstes klang auch beim anschliessenden Essen in den Gespräch und Begegnungen nach, wo sich auch die Sozialwerke an Ständen präsentierten. Der Bettag wurde am Nachmittag mit einem ökumenischen Hügelgebet abgerundet, wo nochmals rund 150 Personen für den Segen der Stadt baten.

Andi Kleeli, Mediendienst EAW

Clip Zwingli

Clip Diakoniewerke Winterthur